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wissen Sie, aus welchen Gründen Jugendliche den Großteil ihrer Freizeit im Internet verbringen.
kennen Sie Gründe, warum Jugendliche auch genervt sein können vom Internet.
Unter den 14- bis 24-Jährigen in Deutschland gibt es heute niemanden mehr, der das Internet nicht nutzt. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben in einem digitalisierten Alltag.
Warum fühlen sich gerade Jugendliche im Internet wohl?
- In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen gibt es keine Offliner mehr. 99 Prozent nutzen das Internet mindestens einmal täglich.
- Die Jugendlichen haben den Eindruck, dass sie als „einfache Nutzer“ heute die Grenzen des World Wide Web kaum erkennen und Risiken nicht überschauen können.
- Die meisten Jugendlichen stimmen zu, dass sie ohne Internet nicht mitbekommen würden, was in der Schule oder im Studium passiert.
- Die Relevanz des Internets für die Pflege von Freundschaften steigt mit dem Alter. Viele Jugendliche sagen, sie wären ohne Internet nicht in der Lage, Freundschaften aufrechtzuerhalten.
Die Nutzung von Medien und Internet ist eng verknüpft mit den Emotionen, die bei der Nutzung entstehen oder schon vorherrschen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Gründe und die Gefühle beim Medienkonsum.
“Die Ergebnisse sprechen auf den ersten Blick eine klare Sprache – die Haltung zum Internet ist grundsätzlich positiv: 69 Prozent stimmen der Aussage voll und ganz oder eher zu, das Internet mache sie glücklich.”
Warum macht das Internet vor allem die Jugend glücklich?
- Insbesondere die Erleichterung des Alltags in der Erledigung von Dingen und der Beschaffung von Informationen spielt eine zentrale Rolle.
- Ebenso relevant sind schnelle und unkomplizierte Kommunikation, Unterhaltung sowie Inspiration. Vereinzelt spielen auch das Verbreiten von Ideen und das Ausprobieren neuer Dinge eine Rolle oder die Möglichkeit, online zu shoppen.
- “Einige denken an die zahlreichen (Amateur)Videos im Internet, die Situationskomik oder auch Missgeschicke zeigen und Lachanfälle bis hin zu Schadenfreude auslösen.”
Online-Aktivitäten sind nicht nur Bestandteil eines jeden Tages, vielmehr strukturieren sie den Tag sogar wesentlich mit.
- Dies verschafft einerseits ein Gefühl von angenehmer Routine, erzeugt aber durchaus einen Aufforderungscharakter, insbesondere, wenn in bestimmten Intervallen Informationen eintreffen, auf die reagiert werden muss.
- Ein Alltag ohne Internet ist für die Jugendlichen heute kaum vorstellbar, denn zahlreiche digitale Alltagspraktiken sind gewissermaßen optionslos im Handlungsrepertoire abgespeichert.
- So kann die Orientierung in der eigenen Stadt schnell zum Abenteuer werden, wenn kein mobiles Internet verfügbar ist, um Google-Maps oder Ähnliches zu verwenden.
- Die Abhängigkeit vom Internet hat demnach auch seine Schattenseiten. Viele Jugendliche und junge Erwachsene haben das Gefühl im Internet ihre Zeit zu verschwenden.
- “Gleichzeitig haben sich viele so sehr an diese mehr oder weniger lieb gewonnenen Aktivitäten gewöhnt, dass ihnen ohne Internet schnell langweilig wird.”
- „Dieses Dilemma aus gefühlter Zeitverschwendung und Alternativlosigkeit führt dazu, dass fast jeder Fünfte sagt, dass das Internet nervt. Fast die Hälfte der 14- bis 24-Jährigen wünscht sich zudem, dass man in Zukunft weniger online ist.“
- Weitere Assoziationen zum Internet betreffen die häufig nicht durchschaubare Funktionsweise.
- "Die Jugendlichen haben den Eindruck, dass sie als „einfache Nutzer“ heute die Grenzen des World Wide Web kaum mehr erkennen und Risiken nicht mehr überschauen können, und dadurch letztlich latent das Gefühl, sich im Internet „zu verlieren“.”
Doch Internetnutzung ist nicht immer eine freie Entscheidung. Die meisten Jugendlichen stimmen zu, dass sie ohne Internet nicht mitbekommen würden, was in der Schule oder im Studium passiert.
- „Viele sagen, sie wären ohne Internet nicht in der Lage, Freundschaften aufrechtzuerhalten. Oder meinen, dass man nicht richtig dazugehöre ohne Internet.“ Die Relevanz des Internets für die Pflege von Freundschaften steigt mit dem Alter.
- „Das liegt wesentlich daran, dass die Schule als klassischer Vergemeinschaftungsort wegfällt und sich die Wege in unterschiedliche Ausbildungsberufe, Studiengänge und Berufe sowie Wohnorte trennen und die für Freundschaften verfügbaren Zeitbudgets mit dem Einstieg in Ausbildung und Beruf geringer werden.“
Das Internet ist nicht nur ein Treffpunkt, um sich mit Freunden zu verbinden, sondern auch ein Ort, um abzuschalten. Da das Internet einen Zugang zur Welt bietet, kann es auch ein Ort für Jugendliche sein, um Freunde zu finden und sich zugehörig zu fühlen.
Checkliste:
In dieser Lerneinheit haben Sie gelernt, aus welchen Gründen Jugendliche das Internet nutzen und warum es sie zum Großteil glücklich macht. Denken Sie nun an sich. Aus welchen Gründen nutzen Sie das Internet?
Informationsbeschaffung
Kommunikation
Unterhaltung
Entspannung
Selbstverwirklichung
Inspiration
Abwechslung
Zusammenfassung:
Das Internet ist fester Bestandteil im Leben Jugendlicher und gibt ihnen Routine und Struktur.
Das Internet wird vorrangig zur Informationsbeschaffung, zur Kommunikation und zur Pflege von Freundschaften genutzt.
Viele Jugendliche denken aber auch, dass sie ihre Zeit im Internet verschwenden. Außerdem ist ihnen die Funktionsweise oftmals unklar.
Quellen
Grundlagenstudie des SINUS-Instituts (2018) Heidelberg im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI): https://www.divsi.de/wp-content/uploads/2018/11/DIVSI-U25-Studie-euphorie.pdf
