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kennen Sie die Bedeutung von Nachhaltigkeit und deren Aspekte für den Ausbildungsprozess.
können Sie die Entwicklung der Nachhaltigkeitskompetenz Ihre Auszubildenden gezielt fördern.
Was bedeutet Nachhaltigkeit?
Nachhaltigkeit ist ein umfassendes Konzept, das neben ökologischen auch soziale und ökonomische Aspekte einschließt. Das Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung, die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigen soll, ohne die Fähigkeit zukünftiger Generationen zu gefährden.
Warum ist das Thema Nachhaltigkeit im Ausbildungsprozess wichtig?
Ausbilder müssen ihren Auszubildenden das Thema Nachhaltigkeit in der Ausbildung vermitteln und stärkeren Fokus auf die Entwicklung von Nachhaltigkeitskompetenzen legen. Seit 2021 ist Nachhaltigkeit als eine der vier Standardberufsbildpositionen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) festgeschrieben und somit ein prüfungsrelevanter Inhalt, der in jedem Ausbildungsberuf vermittelt werden muss. Die Auszubildenden sollen befähigt werden, ihr berufliches Handeln nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit auszurichten.
Die Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ umfasst dabei folgende Aspekte, die den Auszubildenden vermittelt werden sollen:
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Grundlegende Prinzipien:
Die Auszubildenden müssen die ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen von Nachhaltigkeit verstehen. Es geht darum, nicht nur den Umweltschutz, sondern auch soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Effizienz zu berücksichtigen. -
Ressourcenschonendes Handeln:
Auszubildende sollen lernen, wie man im Arbeitsalltag Energie und Ressourcen wie Wasser und Materialien sparsam und effizient nutzt. Einfache Beispiele wie das Ausschalten des Lichts oder das richtige Schließen von Türen bei Kühlgeräten können einen guten Einstieg bieten. -
Abfallwirtschaft:
Dazu gehören die fachgerechte Trennung, Entsorgung und Weiterverwertung von Abfällen. -
Berufsspezifische Aspekte:
Ausbilder müssen die spezifischen Nachhaltigkeitsthemen des jeweiligen Berufs hervorheben. Dies kann die Entwicklung ressourcenschonender Technologien, die Verwendung umweltfreundlicher Materialien oder die Gestaltung nachhaltiger Dienstleistungen umfassen. -
Eigenverantwortung und Mitgestaltung:
Auszubildende sollen ermutigt werden, eigene Vorschläge für nachhaltige Verbesserungen im Betrieb zu entwickeln und aktiv an der Gestaltung einer nachhaltigeren Arbeitswelt mitzuwirken. -
Kommunikation:
Es ist wichtig, dass die Auszubildenden lernen, nachhaltiges Handeln im Betrieb zu kommunizieren und mit Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten über das Thema zu sprechen.
Aspekte der Nachhaltigkeit im Unternehmen
Man spricht hier oft vom Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit:
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Ökologische Nachhaltigkeit [5.1.3. Umwelt- und Ressourcenschutz]:
Diese Säule entspricht im Wesentlichen dem Umweltschutz. Es geht darum, Ressourcen so zu nutzen, dass sie sich regenerieren können. Auszubildende sollten lernen, wie sie Ressourcen schonen und Abfall reduzieren können.
Dazu gehören:
Energieverbrauch senken: Bewusster Umgang mit Strom, Wasser und Wärme. Zum Beispiel, indem man Lichter und Geräte ausschaltet, wenn sie nicht benötigt werden.
Materialeffizienz: Materialien sparsam verwenden und Abfälle vermeiden.
Richtige Abfalltrennung: Müll korrekt sortieren, um Recycling zu fördern.
Umweltfreundliche Produkte nutzen: Alternativen zu herkömmlichen Materialien kennenlernen und einsetzen. -
Ökonomische Nachhaltigkeit:
Hierbei liegt der Fokus auf einer stabilen und langfristig tragfähigen Wirtschaftsweise. Es geht um das profitable Wirtschaften eines Unternehmens, das nicht auf Kosten der Umwelt oder der Gesellschaft geht.
Auszubildende sollten verstehen:
Kostenbewusstsein: Effizienter Einsatz von Ressourcen spart Kosten.
Qualität statt Quantität: Hochwertige Produkte oder Dienstleistungen, die langlebig sind, sind oft nachhaltiger.
Innovation: Förderung von neuen, nachhaltigen Geschäftsideen und Prozessen. -
Soziale Nachhaltigkeit:
Diese Säule betrifft die Gesellschaft und das Zusammenleben. Es geht um soziale Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen, Bildung, Gesundheit und Chancengleichheit für alle Menschen.
Auszubildende sollten lernen:
Faire Arbeitsbedingungen: Einhaltung von Arbeitsrechten, Gesundheits- und Ar-beitsschutz.
Respektvoller Umgang: Wertschätzung von Vielfalt, Toleranz und gegenseitigem Respekt.
Soziales Engagement: Das Unternehmen kann sich auch außerhalb des Betriebs engagieren, z. B. durch Unterstützung lokaler Projekte.
Um diese Prinzipien zu verinnerlichen, sollten Ausbilder konkrete Beispiele aus dem jeweiligen Berufsfeld geben und die Folgen bestimmter Handlungen im Kontext der Nachhaltigkeit erkennbar machen. Das kann die Planung nachhaltiger Projekte, die Analyse von Arbeitsabläufen auf Einsparpotenziale oder die Teilnahme an Schulungen zur Nachhaltigkeit umfassen. Es ist wichtig, dass Auszubildende nicht nur theoretisches Wissen erwerben, sondern auch aktiv zur Nachhaltigkeit beitragen können und ermutigt werden, Alternativen zu bewährten Vorgehensweisen zu entwickeln. Indem Ausbilder diese Inhalte praxisnah und motivierend vermitteln, bereiten sie die Fachkräfte von morgen darauf vor, in einer sich wandelnden Arbeitswelt verantwortungsbewusst zu handeln und zum nachhaltigen Wandel beizutragen.
Zusammenfassung:
Nachhaltigkeit ist die Verbindung von Umweltschutz mit sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Effizienz, um eine zukunftsfähige Entwicklung für alle zu gewährleisten.
Ausbilder sollen ihren Auszubildenden die Bedeutung von Nachhaltigkeit vermitteln und wie sie diese in ihrem Berufsalltag umsetzen können. Dabei geht es darum, ein Bewusstsein für ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zu schaffen.
Quellen
Berufsbildungsgesetz (BBiG) - BBiG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
Bundesinstitut für Berufsbildung (bibb): Nachhaltigkeit in der Ausbildung - Nachhaltigkeit in der Ausbildung | BIBB
Bundesinstitut für Berufsbildung (bibb) – Leando: Lernprozessbegleitung und Nachhaltigkeit – Leando | Lernprozessbegleitung und Nachhaltigkeit
