Webtracking und wie Sie sich schützen können
4 Minuten
Nach der Lerneinheit: ![]()
kennen Sie verschiedene Arten von Webtracking.
wissen Sie, wozu die Daten vom Webtracking genutzt werden.
wissen Sie, wie Sie sich gegen Webtracking schützen können.
Im Internet kann heutzutage alles beobachtet werden. Was Sie sich anschauen, auf welchen Seiten Sie gewesen sind, was Sie kaufen, usw. Dies funktioniert über Webtracking.
Was umfasst Webtracking
- Heutzutage wird im Internet nahezu alles beobachtet. Viele Informationen werden dann zu Werbezwecken genutzt, um Sie zum Kauf von Dingen anzuregen.
- Durch Cookies kann Ihr Surf- bzw. Suchverhalten genau analysiert werden. Dies kann einen Eingriff in Ihre Privatsphäre darstellen.
- Die Zustimmung zu Cookies geschieht in der Regel immer beim Öffnen einer Webseite, indem sich ein extra Fenster öffnet.
Einzelne Techniken des Webtracking
Cookies:
“Eine Cookie Datei wird im Browser beim Aufruf einer Webseite abgespeichert. Diese enthält eine Nummer, die den Besucher der Website identifiziert.”
“Festzuhalten bleibt, dass für eine professionelle Datenverkehrsanalyse, die in das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit den ‚Besucher‘ (nicht die einzelne Sitzung) stellt, Cookies gegenwärtig unabdingbar sind.”
Mit Cookies kann man auch das Surfverhalten über mehrere Seiten nachverfolgen. Das geschieht etwa, indem beim Aufruf einer Website Inhalte von anderen Webseiten eingebunden werden. Aus dem Nutzungsverhalten können Anbieter dann Rückschlüsse auf Interessen, Vorlieben und weitere Eigenschaften ziehen.
“Auch IP-Adressen werden in Analysen einbezogen. Das ist so etwas wie die Anschrift des Computers oder Mobilgeräts und wird bei der Anfrage übermittelt.”
Damit kann man feststellen, wo sich jemand aufhält, wenn er eine Webseite besucht und vergleichen, ob sich auch andere Nutzer in der Gegend dasselbe ansehen und so Werbeangebote ortsintern schalten.
Fingerprinting:
“Dies ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Nutzerverfolgungstechniken zur eindeutigen Identifikation von Online-Benutzern.”
Sobald die Identifizierung möglich ist, kann beispielsweise das Internetnutzungsverhalten beobachtet und analysiert werden. “Canvas Fingerprinting kann mit Standardeinstellungen des Browsers nur schwer verhindert werden und wird als nicht löschbarer Cookie-Nachfolger betrachtet.”
Apptracking:
Apps auf dem Smartphone sammeln Informationen, um an das Verhalten angepasste Werbung zu zeigen.
“Wozu benutzt man diese Daten also? Sie wird vor allem zur Optimierung der Website und zur besseren Erreichung von Zielen der Website (z. B. Häufigkeit von Besuchen, Vermehrung von Seitenaufrufen, Bestellungen, Newsletter-Abonnements) eingesetzt.”
Besonders bei Social-Media können viele Informationen aus Nutzerverhalten abgeleitet werden. So kann der Werbetreibende sich gezielt Personen heraussuchen, die er bewerben will.
Möglicher Schutz vor Tracking
- Beim Tracking spielt der Datenschutz auch eine besondere Rolle. Das Bundesdatenschutzgesetz lässt die Erhebung und die Speicherung von personenbezogenen Daten nur dann zu, wenn dies von einer gesetzlichen Vorschrift explizit erlaubt wird oder eine eindeutige und vorherige Einwilligung des Nutzers vorliegt.
- Der rechtliche Rahmen für Tracking wird zudem in der Datenschutzrichtlinie für die elektronische Kommunikation, kurz E-Privacy-Richtlinie, genauer abgesteckt.
Man kann sich vor Webtracking, z.B. mittels Erweiterungen im Browser, schützen.
“Da Erweiterungen [im Browser] aber meist sehr umfassenden Zugriff auf Daten, wie den Browserverlauf erhalten, sollte man sie jedoch nicht blind installieren, sondern sich zunächst über den jeweiligen Anbieter oder Entwickler informieren.”
- Daneben kann es sinnvoll sein, in den Browser-Einstellungen das Speichern von Cookies einzuschränken. Zudem ist es möglich einzustellen, dass nach jeder beendeten Browser-Sitzung die Cookies automatisch gelöscht werden.
- “Do-not-Track Systeme können hier auch helfen. Do Not Track ist ein HTTP-Header-Feld und signalisiert einer Website oder Webanwendung den Wunsch, dass diese über die Aktivitäten des Besuchers kein Nutzungsprofil erstellt.”
- Da es aber nur den Wunsch übermittelt nicht getrackt zu werden, bietet es keine Garantie das nicht trotzdem ein Profil von einem erstellt wird. Der Betreiber der Seite kann dem Wunsch nachgehen, muss es aber nicht.
Zusammenfassung:
Heutzutage wird auf verschiedene Art und Weise das Webnutzungsverhalten nachverfolgt.
Die bekanntesten Arten sind Cookies, Standorterkennung, Fingerprinting und Apptracking.
Um sich zu schützen, kann man zum Beispiel Erweiterungen für den Browser installieren oder „Do-not-Track“-Systeme nutzen.
Quellen
[details=„Quellen“]
Public Domain für Privacy Handbuch: Privacy-Handbuch , CC0, bearbeitet durch Sebastian Schroeder & Franziska Günther, CC0 (2021)
[/details]2025-08-04T11:00:00Z
